Mittwoch, 25. November 2009

Ceroc

Mittwochabend war ich mit einigen Mädels bei "Ceroc". Ceroc ist eine Tanzart, die in Neuseeland sehr verbreitet ist. Vergleichbar mit unserem Standarttanz. Das findet jeden Mittwoch und Donnerstag in Wellington, von 19-22:30Uhr, statt. Während des Abends kann man für ca. 1Stunde einen Kurs besuchen. Natürlich war ich bei den Anfängern. Die haben ein Tempo durchgezogen, da kommt man kaum mit :) Ich muss sagen, dass ich echt froh bin kein Mann zu sein, weil die sich die ganzen Folgen merken müssen und wir Frauen können uns einfach führen lassen...hehe.
Nach der Stunde konnte man frei tanzen. Ja, wir wurden mehrmals aufgefordert und wenn der Mann gut führen konnte, war es ziemlich einfach. Allerdings weiß ich nicht, ob ich diesen Tanz getanzt habe oder meine eigene Schrittfolge erfunden habe :P
Es ist toll, dass dort von jung bis alt alles vertreten ist und es ist auch ganz egal mit wem man tanzt. Dann wird man halt mal von einem 60-jährigen aufgefordert. In Deutschland findet man sowas eher selten. Aber warum sollten nicht alle Altersklassen ein Hobby teilen?
Ich werde versuchen jeden Mittwoch dort hinzugehen, weil es echt Spaß macht. Vielleicht sollte ich mir noch passende Schuhe kaufen!?
Man hat so auch die Chance mit Neuseeländern in Kontakt zu kommen, was ja schön ist, wenn man schonmal hier ist...hihi.

Montag, 23. November 2009

Extrem-Aktivitäten

Letztes Wochenende war ich mit acht weiteren Mädels in Taupo. Taupo liegt am Lake Taupo, welcher der größte See Neuseelands ist. Freitag Abend sind wir um 18:30Uhr losgefahren und sind um ca. 23:15Uhr in unserem Hostel angekommen. Es ist lustig wie viele Deutsche hier unterwegs sind. Im Hostel sind wir einigen Deutschen begegnet. Da es schon so spät war, sind wir auch bald ins Bett gefallen.
Samstag Morgen haben wir erstmal für unser Frühstück gesorgt, da es in einem Hostel nur Selbstversorgung gibt. Im Anschluss haben wir uns direkt auf den 2-stündigen Weg nach Waitomo gemacht, wo wir zum Black-Water-Rafting erwartet wurden. Dort angekommen mussten wir uns erstmal in einen Neoprenanzug zwängen, was wirklich lustig war. Teilweise brauchten wir unsere gegenseitige Hilfe, um diese Dinger über unsere Beine zu bekommen. Jeder von uns hat einen Helm mit Licht, Schuhe und einen Schwimmreifen bekommen. Die Vorraussetzung bei der Auswahl des Reifens war, dass der Hinter hinein passt...hehe.
Mit einem Minibus wurden wir zum Höhleneingang gefahren. Black-Water-Rafting findet unterirdisch, in Kalksteinhöhlen statt. Deshalb auch Black-Water.
Den Eingang hätte ich ganz bestimmt nicht gefunden, wenn man ihn mir nicht gezeigt hätte. Es war ein kleiner Schlitz in einem Felsen. Dort sollten wir hineinsteigen und zu diesem Zeitpunkt hatte ich echt ein mulmiges Gefühl. Was erwartet einen dort unten....?
Als wir alle durch den Schlitz geklettert sind, ging die Reise durch die Unterwelt los. Wir mussten klettern, schwimmen und teilweise von kleinen Erhöhungen rückwärts, mit dem Reifen um den Hintern, hinunter springen. Das Wasser war eisig, aber das konnte man schnell vergessen, weil das Erlebnis und die Eindrücke so überweltigend waren. Wir haben tausende von Glühwürmchen an den Decken gesehen, die wie ein wunderschöner Sternenhimmel aussahen. Um das zu sehen, mussten wir unsere Lichter ausschalten und im dunkeln durch die schmalen Gänge paddeln.
Am Ende hat uns eine heiße Dusche, Suppe und ein Bagel erwartet :)
Zurück im Hostel war es auch schon ziemlich spät, als wir Spaghetti gekocht haben.

Sonntag Morgen sind wir runter an den See gelaufen, bevor wir dann auch schon zum Skydiven abgeholt wurden. Ja, ich mache sowas...haha.
Wir waren alle so aufgeregt aber wir dachten uns, eine verrückte Sache muss man in Neuseeland machen. Schließlich ist es nicht umsonst das Land der Extrem-Sportarten.
Schnell waren die ersten beiden an der Reihe und sind in den Flieger gestiegen. Es springen jedes Mal fünf Paare. Nach den beiden sind fünf weitere Mädels unserer Gruppe gesprungen. Blanca und ich waren die letzten, ich die aller letzte von uns. Lustig, dass wir dort wieder zwei Deutsche getroffen haben, die dort arbeiten. Wir sind mit unseren Flugpartnern in den Flieger gestiegen und erstmal eine ganze Weile geflogen. Von dort oben konnte man die Aussicht über den See und das Land genießen. Und dann ging alles ganz schnell. Kaum Zeit zum nachdenken, war ich an meinem Profiflieger befestigt, hatte Mütze und Brille auf und meine Füße haben in der Luft gebaumelt. Schnell noch ein Foto und schon bin ich in der Luft geflogen. Höhe 12000 Fuß und eine Geschwindigkeit von 200km/h. Das war ein so tolles Erlebnis, welches ich einfach nur genießen konnte. Nach 45Sekunden freien Fall wurde dann der Fallschirm gezogen und wir sind mit einigen Drehungen über den See geflogen. Diese Drehungen haben so im Bauch gekribbelt, aber es war toll. Auch die Landung war garnicht schlimm. Wir sind ganz sanft aufgekommen ;) Danach waren alle super gelaunt und keiner bereut seine Entscheidung, es getan zu haben.
Anschließend haben wir auch direkt den Heimweg eingeschlagen und sind gegen 21Uhr in Wellington angekommen.

Das Wochenende war unglaublich und ich hab mich echt selbst übertroffen!


Miri und ich in der Umkleide
Gruppenfotos
Skydiven
Blanca und ich
Wir sind zusammen geflogen

Auf der Heimfahrt. Hab die Bilder aus dem Auto gemacht, deshalb sind einige etwas unscharf.

Donnerstag, 19. November 2009

Mein Wochenende

Papa hat gesagt, es wird mal wieder zeit :) deshalb berichte ich euch von meinem Wochenende.

Ja, das Wochenende war ziemlich voll gepackt. Freitagabends hab ich mich mit einigen anderen Au-Pairs fürs Kino verabredet. Wir waren in "Beim Leben meiner Schwester" und anschließend durfte ich Wendy´s kennenlernen. Wendy´s ist eine Eiskette, ähnlich wie "Häagen-Dazs" und die Mädels lieben es. Also musste ich es auch probieren und es war lecker.

Am Samstag war ich dann mit zwei von ihnen in Wellington-City und im Botanischen Garten. Mit dem Cable Car gelangt man von der Stadt in den Botanischen Garten, der über Wellington liegt. Es war sehr schön dort und kaum Zuhause angekommen, musste ich auch direkt weiter zu einer Fußball-Koch-Party.
Die Neuseeländer haben um die WM-Qualifikation gespielt. Wir haben also Pizza gemacht und uns das Spiel angesehen. Neuseeland hat gewonnen und sie haben sich gefreut, als hätten sie die WM gewonnen. Das halbe Stadion hat sich von seiner Kleidung befreit, bis auf die Unterhose...hehe. An diesem Abend hab ich bestimmt noch fünf weitere Au-Pairs kennengelernt. Das ist echt eine super Gruppe, die viel zusammen unternimmt. Ich habe dort übernachtet und am nächsten Tag ging es direkt weiter zur Christmas-Parade. Mit Desiree und Zak war ich vor Beginn der Parade im "Te Papa", Neuseeländisches Nationalmuseum. Kinder lieben es, weil man vieles spielerisch erarbeiten kann und es sehr atraktiv gestaltet ist. Positiv ist auch, dass der Eintritt um sonst ist. Man kann einfach mal zum Zeitvertreib reingehen. Außerdem ist es rießen groß und geht über mehrere Stockwerke. Ich habe bisher betsimmt erst 1/10 davon gesehen.

Dann hat die Christmas-Parade begonnen, welche mit unseren Faschingsumzügen vergleichbar ist. Allerdings werden keine Süßigkeiten verteilt und es ist auf Weihnachten abgestimmt. Bisher wusste ich garnicht, dass es so etwas gibt. Aber Fasching ist sowieso viel toller...hehe.

Nach diesem langen Wochenende war ich echt müde und bin in mein Bett gefallen.










Ausblick vom Botanischen Garten auf Wellington






Cable Car-Strecke





Lustige Palme





























Mittwoch, 11. November 2009

Zwischenstand

Die letzten Tage verliefen sehr ruhig. Gestern war ich zum ersten Mal allein in Porirua, um ein Konto zu eröffnen und die Sache für die Steuern zu erledigen. Ja, ich muss hier Steuern zahlen, die ich allerdings wieder zurück bekomme. Hoffentlich!
Porirua ist nicht wirklich schön, es gibt zwar alle Geschäfte, ein Kino, Shoppingcenter usw., aber es erscheint alles eher wie ein Industriegebiet.
Nachmittags hat sich das Baby, während es von mir gefüttert wurde, übergeben. Das nenn ich mal Einweihung :) Wir beide waren von oben bis unten voll.
Morgen treffe ich mich mit einigen anderen Au Pairs in Wellington. Wir gehn ins Kino und ich hoffe, dass ich danach endlich mal mehr von der Stadt sehen werde.
Weil es heute so langweilig war, dachte ich mir, ich putze mal das Bad. Die Oma hat das mitbekommen und meinte plötzlich, "ich soll das lassen. Diese Woche lerne ich nur mit den Kindern umzugehen und brauch nichts putzen. Wenn ich nichts zu tun hab, soll ich mich ausruhen." Mhhh....mir war wirklich langweilig und putzen durfte ich auch nicht.
Heute Abend geh ich mit meiner Gastmutter (Desiree) zum Sport. Mal sehn wie das wird.

PS(für Petra): Siehst du, ich mach hier auch Sport ;)





Die 5 Katzenbabys

Montag, 9. November 2009

Linksverkehr

Gestern durfte ich einige meiner Aufgaben für die Zeit hier kennenlernen. Mein Tag beginnt um 7Uhr und um 8:15Uhr muss ich Zak zur Schule fahren. Beim ersten Mal ist die Oma mitgekommen, die mich so zu sagen anlernt, und ich durfte Beifahrer sein, was sich allerdings Nachmittags geändert hat. Der Tag verlief sehr ruhig, das Baby hat geschlafen und ich konnte machen worauf ich lust hatte. Um 14:15Uhr war es Zeit Zak von der Schule abzuholen. Genau, ihr könnt es euch bestimmt schon denken, jetzt war ich mit fahren dran. Ich war schon etwas aufgeregt, weil das Auto erstens ziemlich lang ist (Combi) und zweitens Automatik hat. Allerdings wäre ich nicht die erste, die eine Delle reinfahren würde, da das Au-Pair vor mir schon eine ziemlich Große vorne links hinterlassen hat. Aber das scheint nicht so schlimm gewesen zu sein, da das Auto eher eine alte Karre ist und extra für uns Au-Pairs angeschafft wurde *hehe*
Das Autofahren hat an sich echt gut geklappt, hätte mich die Oma nicht ständig ausgebremst. In der 50er-Zone durfte ich nur 40km/h fahren und in der 70er-Zone nur 50km/h. Sie meinte es wird teuer, wenn mich die Polizei beim zu schnell fahren erwischt, aber man muss es ja nicht übertreiben :P
Und sie meinte, ich soll immer blinken, denn wenn ich das nicht mache wird es wieder sehr teuer. Heute bin ich allein gefahren, was sehr angenehm war und auch gut geklappt hat :) Das einzige was Konzentration erfordert ist, dass ich beim Abbiegen nicht auf der rechten Seite lande.

Sonntag, 8. November 2009

Meine ersten Tage in Neuseeland

An meinem ersten Tag hab ich wirklich viel erlebt, obwohl ich einen so langen Flug hinter mir hatte. Nachdem ich mich ein bischen ausgeruht habe sind wir zusammen zum Stockcarrennen gegangen. Ich muss sagen, mein Ding ist es nicht wirklich aber das liegt wohl daran, dass mich Autos allgemein nicht so interessieren...hehe. Außerdem war es unglaublich kalt. Mittags konnte man im T-Shirt raus und abends war es selbst mit einer Winterjacke zu kalt. Aber die Neuseeländer scheinen nicht zu frieren. Teilweise sieht man Leute bei solchen Temperaturen im T-Shirt rumlaufen und sobald der erste Sonnenstrahl zu sehen ist, ziehen sie kurze Hosen an. Ich bleib lieber noch bei meinen langen Hosen =)
Nach einer kurzen Nacht hab ich Sonntagmorgen Zak zum Schwimmen begleitet. Anschließend waren wir einkaufen und auf einem Geburtstag. Aber das war noch nicht alles. Nach dem Geburtstag bin ich bei meinem Gastvater (Wayne) ins Auto gestiegen aber anstatt nach Hause zu fahren, hat er mit mir eine Küstenrundfahrt gemacht. Ich hab unglaublich schöne Dinge gesehen, die einen alles vergessen lassen.
Der Tag war also sehr anstrengend und ich hatte große Probleme mit dem Wachbleiben. Abends bin ich in mein Bett gefallen!

Aus dem Flugzeug, die für Neuseeland typischen Wolken und ein verschneiter Berggipfel.



Zak vor dem Stockcargelende

Samstag, 7. November 2009

Ich bin angekommen

Gestern bin ich um 11Uhr in Wellington angekommen. Der Flug war wirklich anstrengend. Nach der esrten Hälfte (11Stunden) des langen Fluges war ich noch der Überzeugung, dass es garnicht so schlimm ist, aber als ich dann nach einem Tankstop in L.A. wieder in den Flieger steigen musste und wusste, dass es nochmal 12 Stunden dauern würde, bis ich wieder festen Boden unter den Füßen habe, da war es um den Optimismus geschehen.
Aber auch das hab ich geschafft, noch einmal musste ich in Auckland umsteigen, bevor ich dann in Wellington angekommen bin.
Meine Gastmutter stand direkt vor mir, als ich aus dem Flieger ausgestiegen bin :)
Ich war erleichtert und aufgeregt zugleich. Sie ist mit mir durch Wellington gefahren und hat mir schonmal ein paar Dinge gezeigt. Das Stadion, weil dort mein Gastvater am Arbeiten war, das Regierungsgebäude und einen Neuseeländischen Supermarkt durfte ich auch schon kennenlernen. Man kann seine Produkte dort selber einscannen und zahlen, ganz ohne Kassierer. Aber es gibt dort auch ganz normale Kassen, wie bei uns ;)
In meinem Zuhause auf Zeit angekommen, durfte ich den Rest der Familie kennenlernen. Alle scheinen sehr nett zu sein und Zak möchte mir schon jetzt alles zeigen und erklären, wäre da nicht die Sprachballiere, die mich noch nicht alles verstehen lässt ;)
Das ist echt alles ganz anders hier. Mit Sauberkeit haben die es hier nicht so und auch nicht mit Ordnung. Dann gibt es hier keine Heizung wie bei uns, bisher habe ich nur eine Elektroheizung im Flur gesehen. Und es ist wirklich sehr kalt nachts.

Beim nächsten Mal berichte ich euch von meinem ersten Abend hier in Neuseeland.

Ganz viele liebe Grüße

Eure Caro

Mittwoch, 4. November 2009

Jetzt ist es soweit...

Danke für die schönen Geschenke, Texte und Schutzengel von euch. Die Engel werden mich bestimmt sicher nach Neuseeland fliegen. Es war schön, dass ich euch alle nochmal sehen konnte bevor ich morgen in den Flieger steige. Ja, jetzt bin ich wirklich aufgeregt...Was wird mich dort erwarten? Werde ich mich dort wohlfühlen? Ist die Familie nett? Komme ich mit dem Heimweh zurecht?....das sind die Fragen, die mir durch den Kopf schwirren. Bis morgen lenke ich mich noch ein bischen mit Koffer packen ab =) Da gibt es so viele Dinge, die man nicht vergessen darf.

Ich freue mich, dass ihr meine Zeit "am anderen Ende der Welt" mitverfolgen wollt und werde so bald wie möglich davon berichten.